Zu Beginn möchte ich noch etwas abschließen - nämlich die internationalen Spiele aus der Vorwoche nach Redaktionsschluss der Kurvenlage. In Österreichs WM-Quali-Gruppe schlug Bosnien Zypern mit 2:1, Rumänien siegte in San Marino mit 5:1. Die ÖFB-U 19 mit Fabian Feiner verlor trotz 80-minütiger Überzahl gegen Dänemark 1:2, verpasste damit die EM-Qualifikation ebenso wie die U17 ohne Südstädter Beteiligung trotz 3:3 gegen Spanien. Das genügte aber für Rang 2, damit wird das Team bei der WM 2026 in Katar dabei sein. Matthew Anderson ging mit Schottlands U21 gegen Spanien 1:6 unter, war eine Halbzeit im Einsatz.
International und auch in Österreich schon seit einiger Zeit im Trend liegt die sogenannte Corteo. Das italienische Wort für Umzug bezeichnet Fanmärsche vor Spielen. Solche veranstalten Fans sowohl bei Heim- als auch Auswärtsspielen gerne. Die erste Corteo von Admira Wacker-Fans, an die ich mich erinnern kann, fand 2012 in Vilnius vor dem Spiel gegen Zalgiris statt. Bei der EM im Vorjahr waren weit mehr Leute bei den Corteos von Österreich dabei, am lustigsten hatten es dort die Niederländer. In der Südstadt wird dieser Umzug langsam zu einer Tradition und auch die Teilnehmer:innenzahl steigt stetig. Erstmals im Herbst 2023, dann im Frühjahr 2024 und zuletzt am vergangenen Freitag.



Admira Wacker - St. Pölten 1:1 (1:1)
Torschütze:
3' Daniel Nussbaumer
Da waren gut 200 Leute schon beim Treffpunkt im Café Südstadt dabei, um sich auf das Spiel einzustimmen. Viel Polizei rund um das Geschehen, eigentlich nur da, um die Straßenzüge bis zum Stadion abzusperren. Mit viel Pyro, Gesang und einem Feuerwerk (aber ohne Böller) bewegte sich der Tross in Richtung Stadion, nicht nur von den Balkonen wurde gefilmt. Alles verlief friedlich, auch der anfallende Müll wurde umgehend entsorgt. Es macht Spaß und ist auch wichtig, Präsenz im unmittelbaren Umfeld des Vereins zu zeigen. Im Stadion war dann noch genug Zeit, zu plaudern und für die Protagonisten der Kurve, letzte Vorbereitungen für die Choreo zu verrichten. Diese war sehr aufwändig und liebevoll gestaltet, die Kurve auch sehr gut gefüllt und das ganze Spiel über sehr lautstark.


Wer nicht rechtzeitig kam, hat vielleicht das erste Tor verpasst – Deni Alar legte nach Balleroberung für Daniel Nussbaumer auf, der in der 3. Minute gekonnt zur Führung einschob. Postwendend eine Riesenmöglichkeit für den SKN, aber Jörg Siebenhandl klärte großartig. Die Gäste stellten Admira Wacker vor gehörige Probleme, vor allem ihre linke Seite sorgte nicht nur für ordentlich Unruhe, sondern für Gefahr. Die dann in der 25. zum Ausgleich führte. Doch gleich kurz danach setzte Albin Gashi seinen Schuss nach Solo an die Stange, den Abpraller konnte Josef Weberbauer nicht verwerten. Das war es dann aber auch schon an Großchancen in Durchgang eins, bis zur Pause ging es zwar intensiv weiter, aber Tore fielen keine mehr.
So blieb es auch in der zweiten Halbzeit, da hatten die Südstädter die Gäste besser im Griff, ließen eigentlich nur mehr eine große Möglichkeit des Gegners zu. Selbst hatten sie aber auch nicht viel zu bieten – einen Schuss von Ben Summers, einen von Josef Weberbauer und am nächsten dran am Sieg war man bei einem Kopfball von Stefan Haudum. Jörg Siebenhandl rettete in der 76. mit einer Glanzparade sein Team vor der Niederlage. Insgesamt gab es ein leistungsgerechtes Ergebnis gegen einen sehr starken Gegner, aus meiner Sicht auf Augenhöhe mit den beiden Titelkandidaten. Mit dem Remis und dem Sieg von Ried in Voitsberg schmolz der Vorsprung auf die Innviertler auf 2 Punkte. Diese könnten mit einem Sieg am Freitag gegen Amstetten die Tabellenspitze vorläufig übernehmen, Admira Wacker wird erst am Samstag (5.4., 20h) in der alten Floridsdorfer Heimat beim FAC antreten. Dort wird es nach zuletzt 5mal der identen Aufstellung eine neue geben, da Matija Horvat gesperrt ausfallen wird.


Auch "Brucki" stattete dem Derby einen Besuch ab und hat auf seinem Blog einen Artikel mit vielen weiteren tollen Fotos online gestellt! Hier geht's zu dem Artikel
Ebenfalls auswärts, aber schon einen Tag früher spielen die Admira Panthers bei Ardagger/Viehdorf (4.4., 19.30). Am vergangenen Samstag schlugen sie ASK Ybbs daheim mit 2:0. Die Panthers liegen auf Rang 5 der Tabelle, haben mit dem Titelkampf nichts mehr zu tun. Im Gegenteil zur „Ersten“, da ist und bleibt es höchst spannend im Duell mit Ried. Wie erwähnt, wird es in Floridsdorf ziemlich sicher darum gehen, die Tabellenführung zurückzuerobern. Dafür würde ein Punkt genügen, angepeilt werden aber jedenfalls 3. Der letzte Meisterschaftssieg in der Hopfengasse gegen den ehemaligen Bezirksrivalen gelang übrigens zuletzt am 1.11. 1953 mit 4:3. Seit damals konnte in den 4 Duellen nicht mehr an alter Wirkungsstätte gesiegt werden – höchste Zeit dafür ist es allemal und wird auch notwendig sein, wenn der Klub aufsteigen möchte. Deshalb ist auch die Unterstützung der Fans enorm wichtig, es muss und wird in Floridsdorf aber keine Corteo veranstaltet werden.
Forza Corteo! Forza Südstadt Fanatics! Forza Admira Wacker! (ms)
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